„Sie ist zwar stark, aber sie ist auch erschöpft…“

Müdigkeit, die in meinen Knochen liegt. Es macht mich müde, ständig stark sein zu müssen, so zu tun, als ob ich alles im Griff hätte, und für alle alles zu sein.

 

Um ehrlich zu sein wollte ich nie diese Art von Frau werden, aber durch die bitteren Entscheidungen und die süßen Idealisierungen, niemanden enttäuschen zu wollen, fand ich mich erschöpft und verloren und fragte mich, ob eines Tages jemand für mich da sein würde, so wie ich für all diese Menschen da war.

 

Vielleicht passierte es einfach so, denn die größte Ironie ist, dass wenn andere Menschen mich anschauen, sie mich als stark sehen. Sie sehen mich als fähig und begabt an, aber innerlich würde ich mich nie mit diesen Eigenschaften bezeichnen, denn während sie mich als selbstbewusst und ruhig ansehen, bin ich innerlich am zittern.

 

Ich habe es immer wieder versucht, diese starke Frau zu sein.

Und ich tue es immer noch jeden Morgen, trotz meiner Müdigkeit.

Selbst wenn meine Schultern abfallen und meine Augen von Tränen der zu tiefen Gefühle getrübt werden, atme ich ein und sage mir, dass alles in Ordnung sein wird – ganz gleich, ob ich mich so fühle oder nicht.

 

Ich habe versucht, stark zu sein, bevor mir klar wurde, wie Frauen wie ich genannt werden, oder, dass wir eine bestimmte Art von Menschen sind: Die starken, unabhängigen, selbstständigen Frauen. Klingt schön, nicht wahr? Und ich schätze, wenn wir ständig gesagt bekommen, dass wir all diese Eigenschaften besitzen, dann ist es auch keine Überraschung wenn wir sie zum Ausdruck bringen wollen.

 

Und wo ist das Problem, wenn man diese übermäßig vereinfachte Definition einer Frau sein möchte? Die Welt glaubt uns das tatsächlich…

 

Ich habe noch keine Frau kennengelernt, die, obwohl sie sich als stark beschreibt, sich nicht nach Hilfe, Führung oder jemandem sehnt, mit dem sie sich am Ende des Tages entspannen kann. Nach jemandem, auf den sie sich verlassen kann, weil sie weiß, dass sie nichts anderes sein muss als sie selbst.

 

Die Wahrheit ist, wir können hier mit unserem Gläschen Sekt sitzen und sagen, dass wir weder einen Mann noch einen Kämpfer brauchen, aber die Realität ist, dass wir das nicht sagen würden, wenn wir nicht versuchen würden, uns selbst davon zu überzeugen.

 

Die Lektion, die wir alle lernen müssen, ist, dass es keine Schande ist, jemanden zu brauchen. Es ist nichts Schlimmes dabei wenn man ab und zu sagt: „Ich kann diese Lebenssituation nicht alleine meistern.“ Es ist nichts falsch daran zu denken, dass zwei starke Herzen besser sind als eines.

 

Ich bin so müde… Ich bin es leid, diesem Ideal zu folgen.

 

Besser gesagt: Ich bin es einfach leid, stark zu sein.

 

Ich sehne mich danach, dass sich jemand auch um mich kümmert. Nicht finanziell, denn das hat mich noch nie interessiert, sondern ich will jemanden der mich ganz fest umarmen kann, jemanden der an meiner Seite bleibt, egal was für einen schlechten Tag ich hatte.

 

Denn ich bin es satt, immer etwas vortäuschen zu müssen. Ich bin es satt, so zu tun, als wäre ich übermächtig.

Ich kann nicht mehr die Starke spielen, wenn ich oft das Gefühl habe, dass ich nicht mehr ich selbst bin.

 

Hier geht es nicht darum, zu verharmlosen, wer wir sind und was wir als Frauen verdienen, sondern auch darum, uns zu umarmen, zu akzeptieren, wer wir sind und was sich für uns am natürlichsten anfühlt. Es gibt einen Grund, warum du so sensibel bist.

 

Das sind Wörter, von denen ich so lange weggelaufen bin, weil es schien, als hätten sie eine negative Bedeutung. Doch schließlich sollte ich danach streben, keine Grenzen im Leben zu haben, oder? Ich sollte mich nicht damit abfinden, einfach zu lieben und geliebt zu werden.

 

Und so maskierte ich das Elend, indem ich erfolgreich vorgab, stark zu sein. Und letztendlich haben mir alle geglaubt. Als all dies begann, öffnete sich eine Wunde in meinem Herzen mit dem verheerenden Wissen, dass ich es nur so lange vortäuschen konnte.

 

Doch ich gab auf…

 

Nicht aus dem Grund, weil ich versagt habe, sondern weil ich gelernt habe. Kann ich irgendetwas tun oder jemand sein, den ich in diesem Moment brauche? Ja, ich kann. Aber bedeutet das, dass ich dazu bestimmt bin? Nein, bin ich nicht. Ich kann nicht alles machen und von diesem Moment an, höre ich auf, alles zu geben.

 

Es reicht mir, diese makellose Frau zu sein, die in der Lage zu sein scheint, alles tun zu können, ob am Arbeitsplatz, in der Familie oder bei Freunden, selbst in meiner Rolle als Freundin – ich kann es einfach nicht mehr tun.

 

Ich kann nicht mehr so tun, als hätte ich die Fähigkeit, alles selbst machen zu müssen – und das mit einem Lächeln im Gesicht. Ich kann nicht mehr so tun, als bräuchte ich niemanden, der mir hilft – das ist alles, was ich will.

 

Im Leben geht es nicht darum, etwas vorzutäuschen, bis wir es geschafft haben, es geht darum, uns mit dem, was wir brauchen und wollen, in Einklang zu bringen und dann bereit zu sein, dafür zu bluten.

 

Es geht darum, zu fühlen, anstatt zu denken, und es geht darum, einfach den Leidenschaften in unseren Herzen nachzugeben, und vor allem geht es um die Umarmungen, die uns Sicherheit schenken. Was ist der Sinn des Lebens, ohne diese Dinge?

 

Mit der Zeit bin ich wohl immun dagegen geworden, ein Mensch zu sein, den andere nur sehen wollen, oder die Realität ist, dass ich nie gut darin war. Wie dem auch sei, ich bin erschöpft, weil ich vortäusche, so stark zu sein.

 

Es ist ja nicht so, dass ich schwach bin, aber auch die Stärksten von uns brauchen jemanden an ihrer Seite.

 

Und ich sehe jetzt, dass ich mich in dieser Situation befinde.

 

Brauchen wir nicht alle jemanden, der ein bisschen stärker ist als wir? Jemanden, der uns küsst, wo es wehtut, und uns umarmt, als ob nichts anderes wichtig wäre.

 

Jemanden, der uns daran erinnert, dass wir nicht immer so stark sein müssen…

So wirst du sie vermissen, wenn sie geht..

Sie war immer da. So oft, dass du es fast als selbstverständlich angesehen hast. Du denkst, egal, was du sagst oder tust, sie wird da sein, weil sie es immer war.

Die durchschnittliche Person hätte das alles nicht so lange toleriert, wie sie es getan hat. Aber die Sache ist die, dass sie anders ist. Ihre Stärke liegt in der Form des Glaubens, wenn es keine Hoffnung mehr gibt. Ihre Stärke liegt in der Form des Bleibens, wenn jeder ihr sagt, dass sie es nicht tun soll.

Ihre Stärke liegt darin, dass sie dir in die Augen schaut und lächelt, auch wenn du der gleiche Grund bist, warum sie sich letzte Nacht in den Schlaf geweint hat. Und wenn du dich fragst, wie du sie vermissen wirst, ist das hier der Grund.

Zuerst wird sie sich langsam zurückziehen. Am Anfang wirst du es gar nicht merken. Wie kannst du überhaupt jemanden oder etwas bemerken, das du vorher nie wirklich geschätzt hast? Du wirst lernen wie man sie in ihrer Abwesenheit schätzen lernt. Und das ist der schwerste Weg, jemanden zu vermissen. In diesem Moment wird es klicken – du hättest etwas Großartiges haben können, aber du wusstest nicht, was du hattest, als du es hattest.

Sie gehörte immer dir. Sie hat nie Spiele gespielt. Sie hat es zu einfach gemacht. Aber sie dachte nicht, dass die Liebe so schwierig sein könnte, wie du sie gemacht hast. Sie glaubte nicht an Spiele und an die falschen Gefühle von jemandem, aber genau das hast du ihr angetan.

Doch nach einiger Zeit werden auch die stärksten Frauen müde vom Warten. Emotional erschöpft. Und diese Kraft, die sie hatten, wird plötzlich in die Flucht gelenkt.

Glaub mir, sie will nicht gehen. Wenn es ihre Wahl wäre und sie wüsste, dass das Warten mit Sicherheit zu dem führen würde, was sie letztendlich wollte, würde sie es aushalten. Aber bei dir gibt es eine Welle der Ungewissheit, die sie dazu bringt, sich selbst zu hinterfragen.

Plötzlich wird jemand, der selbstbewusst war, von Zweifeln überwältigt, wenn er auf sein Spiegelbild schaut. Sie hat dich auf Kosten ihrer eigenen Tränen aufgebaut, weil du sie dazu gebracht hast, zu glauben, dass sie es ist, die nicht gut genug ist.

So wird sie aufstehen und gehen, auch wenn sie nicht will.

Aber sie wird weiter zurückschauen. Sie wird nach jedem erdenklichen Grund suchen, sich umzudrehen. Aber was sie umbringt, ist nicht das Verlassen, es ist das, dass du erst gar nicht bemerkst, wie weit weg sie wirklich ist. Denn wenn sie direkt vor dir steht, ist es dir egal, und wenn sie dir etwas bedeutet, zeigst du es nicht. Denn es ist nicht so einfach wie das Beantworten einer Nachricht. Du bist nicht das, was sie braucht. Und deshalb muss sie gehen.

Nach und nach wirst du merken, dass sie nicht immer die erste ist, die in sozialen Netzwerken zu sehen ist. Die Dinge, in denen sie dich markiert, werden immer weniger. Die anfänglichen Gespräche werden durch Schweigen ersetzt. Irgendwann wirst du es schon merken.

Vielleicht wirst du ihr eine Nachricht schicken, die sie unbeantwortet lässt – während sie in der Vergangenheit nicht länger als 30 Sekunden gebraucht hat, um zu antworten. Vielleicht wird sie nicht ans Handy gehen, wenn du sie erreichen willst. Vielleicht wirst du ihr mehrere Nachrichten hintereinander schicken und sie wird trotzdem nicht antworten – und dann wirst du wissen, wie wichtig du für sie warst.

In dem Moment, in dem du merkst, dass du sie wahrscheinlich verloren hast, wirst du erkennen, dass dich alles an sie erinnert.

Plötzlich bist du derjenige, der nach Gründen sucht, mit ihr zu reden. Wenn etwas Gutes passiert, willst du es ihr sagen. Wenn etwas Schlimmes passiert, vermisst du die Schulter, an der du dich immer ausgeweint hast. Aus Tagen werden Wochen, und du merkst, dass sie kaum noch Zeit für dich hat. Und du fragst dich, wann du sie wieder sehen wirst. Du merkst, wie sehr du dich auf diesen Tag freust und wie sehr du sie vermisst.

Früher hast du gedacht, dass alles, was sie dir sagte, nervtötend war – doch es war nur ihre Art, dir zu zeigen, wie sehr sie sich für dich interessierte, obwohl du wenig getan hast, um es zu erwidern.

Es wird in dem Moment sein, in dem du merkst, wie stark sie war, weil sie jemanden geliebt hat, der sie nicht so lieben konnte, wie sie es eigentlich verdient hätte.

Und du willst ihr die Hand reichen. Doch die Angst ist zu groß, weil du weißt, was du getan hast. Oder besser gesagt, was du nicht getan hast.

Du wirst durch diese Erkenntnis stöbern und herausfinden, wie sehr du dich für sie interessierst und es ihr sagen willst. Du kapierst nicht, wie sehr sie dich auch vermisst, aber sie zeigt es nicht. Du weißt nicht, wie viele Gespräche sie mit dir führen wollte. Aber du wolltest ihr nicht das Tageslicht zeigen.

Als jeder Plan abgesagt wurde und sie sich nicht mehr auf dein Wort verlassen konnte, merkte sie, dass du alles gewesen bist, was sie wollte, aber du warst auch das Letzte, was sie brauchte.

Denn wenn Liebe dieser Schmerz ist, den sie empfindet, diese Enttäuschung, die du ihr hinterlassen hast, dann ist es vielleicht sie, die es falsch gemacht hat.

Sie wird also nicht gehen, weil sie dich nicht liebt, sondern weil du sie nie darum gebeten hast, zu bleiben, und es hat lange gedauert, bis du überhaupt erkannt hast, dass sie weg ist.

Und es wird der Tag kommen, an dem sich eure Wege kreuzen werden. Vielleicht hält sie dann die Hand von jemandem, der nicht du selbst ist.

Und das wird dich am härtesten treffen.

Ihr zuzusehen, wie sie jemand anderen liebt, wie sie dich geliebt hat, wird dich zermalmen.

Was du nicht weißt, ist dass es ihr schwer fiel, etwas Neues anzufangen. Am Anfang hat sie jeden mit dir verglichen.

 

Ihr werdet euch anschauen, und in dieser Stille wirst du sehen, dass sie nie aufgehört hat, dich zu lieben, und vielleicht merkst du dann, dass du sie auch liebst. Aber keiner von euch wird auch nur die geringste Bewegung machen. Nur dieser Blickkontakt ohne Worte und wenn die Stille sprechen könnte, würde sie sagen, was gesagt werden müsste und das wissen alle, dass “es nicht so enden sollte”.

quelle: Starke Gedanken

Positiv denken, Schwester !

Einer der größten Fehler, welche ich persönlich auch immer wieder gemacht habe, ist es, einige Dinge zu "zerdenken". Ich selbst bin ein Meister darin, Situationen und Entscheidungen bis ins kleinste Detail zu hinterfragen und durchzuspielen. Das was meist daraus resultiert , sind negative Gedanken.

 

Und das ist wie pures Gift, welches schleichend und langsam durch dein Hirn fließt, dir Bauchschmerzen bereitet, und dafür sorgt, dass es dir schlecht geht. Versuche damit aufzuhören Schwester ! Körper und Geist hängen zusammen. Wenn du negativ denkst, dann mag es für dich auf kurze Sicht keinen Einfluss auf den Körper nehmen, aber langfristig gesehen, macht es dich krank. Dir wird es immer schwerer fallen, klar zu denken und dich auf eine Sache zu konzentrieren. Irgendwann wird sich diese Art zu Denken verselbstständigen und sehr schnell bist du in dem Teufelskreis gefangen. 

Die Herausforderung dabei ist, dass wir sind was wir denken. Unsere Gedanken werden zu unserer eigenen Realität

Versuche deine Sichtweise zu ändern. Glaub mir , ich weiß, das Ganze ist alles andere als einfach, aber sobald du für dich deinen eigenen Weg gefunden hast, wird es dir so viel besser gehen. 

Es gibt keine Zauberformel mit der du all diese lästigen Gedanken loswirst. Aber es gibt die ein oder anderen Hilfsmittel, die auch mir geholfen haben. 

 

  1. Visualisierung : Sobald du dich dabei erwischt, darüber nachzudenken, wie du etwas nicht schaffen kannst, denke daran, wie es aussehen könnte, wenn du es schaffst. Denkst du daran, wie krank du werden könntest, konzentriere deine Gedanken darauf, wie gesund du momentan bist.
  2. Distanziere dich von deinem Poltergeist: Nahezu jeder Mensch trägt ihn in sich, unseren persönlichen Poltergeist. Die Stimme die uns zum Negativen zieht, die Stimme die unsere Ängste nährt. Erinnere dich daran. "Der Poltergeist ist da - aber hier bin ICH." Lass ihn ängstlich sein , er ist sicher auch gut, um uns vor Gefahren zu warnen, aber er sollte nie die Oberhand gewinnen. 
  3. Fokussiere dich auf das Gute : Jeder Mensch hat Schwächen. Das ist vollkommen in Ordnung und gehört zu uns. Versuche an deine Stärken zu glauben und das Positive zu sehen. Breche aus, aus deinem Gedankenkarussell und höre auf dir selbst Vorwürfe zu machen. Verzeihe dir deine Fehler und die deiner Mitmenschen. Sie werden von uns allen begangen, immer wieder. Wir sind Menschen, und keine Maschinen. 
  4. Ordnung und Aktivitäten: Dem Ein oder Anderen mag es helfen, seine Gedanken aufzuschreiben, das musst du aber ganz alleine für dich herausfinden. Mir hat Sport immer sehr gut getan. Sei aktiv ! Sobald du dich der Aktivität widmest, wirst du selber merken, dass der Poltergeist in den Hintergrund verschwindet, und du dich auf das "Hier & Jetzt" konzentrierst. Putzen und aufräumen in der Wohnung oder im Haus haben mir auch immer sehr geholfen, meine Gedanken zu ordnen
  5.  Überprüfen: Wenn dich doch mal wieder dein Poltergeist heimsucht, überprüfe was er dir sagen will. Höre hin und frage dich, ob es dir gut tut. Frage dich, ob es dir weiterhilft. Meistens ist dies nicht der Fall und dem solltest du dir bewusst werden.  -> "Ich schaffe das niemals, ich bekomme gar nichts hin " STREICHEN! Denke daran, was du schon alles großartiges erreicht hast, was du dafür tun kannst um deinen Wünschen und Plänen Schritt für Schritt näher zu kommen.

 

Auch ich Schwester, falle ab und zu wieder in alte Muster zurück. Dann mache ich mir immer wieder bewusst wie krank mich diese Art zu Denken einmal gemacht hat und was ich schon alles geschafft habe. Ich verwandel meine Selbstzweifel in Stolz und Optimismus!

Und bedenke: auch der schlimmste Tag hat nur 24 Stunden !

Es ist okay, dass es dir den ein oder anderen Tag schlecht geht. Wichtig ist , dass du jeden Tag bei null beginnst , neu startest. Ich glaube an dich !

 

xoxo J. 




Warum bin ich so emotional?

Ich möchte ganz kurz auf das Thema Hochsensibilität eingehen, und vielleicht wird sich die in oder andere Schwester in diesem Beitrag wiedererkennen. 

Egal auf welche Situation bezogen und egal wann , es war schon immer da . Dieses extreme Empfinden, diese zu stark ausgeprägte emotionale Seite in mir. 

Ich hatte schon immer zwei extreme Seiten in mir, war schon immer etwas "anders" als die Menschen in meinem Umfeld. Ging es um Liebe, habe ich immer komplett übertrieben und meinen gegenüber fast mit meiner Liebe erdrückt. Ging es um Hass , war es nahezu genauso. Ich konnte mich so extrem in eine Sache hereinsteigern, die es gar nicht Wert war. Sachlich betrachtet hatte ich keinen Grund dazu, nur leider habe ich meine Emotionen nur schwer unter Kontrolle. Auch in der Zeit bis ich 18 Jahre alt wurde, war es für mich nur schwer möglich, meine eigenen Grenzen zu erkennen. 

Ich habe mich schon immer verausgabt , egal ob emotional oder auch körperlich. 

Seitdem ich 18 geworden bin, gehe ich auch nicht mehr in Diskotheken. Dort halte ich es überhaupt nicht aus. Es ist einfach zu laut und zu voll - ich kann dort keinen Spaß haben sondern bin einfach nur reizüberflutet und erschöpft. 

Ich kann an einer Schlägerei, welche ja leider heutzutage meistens im Nachtleben vorkommen, einfach vorbei gehen. Ich spüre den Schmerz und die Wut der Betroffenen. Zwangsläufig muss ich mich einmischen. Klingt komisch, ist aber leider Tatsache. 

Hochsensibel zu sein, hat viele Nachteile. Doch nicht alles daran ist negativ, im Gegenteil. Die Menschen die mir Nahe stehen bewundern immer wieder mein Empathie - Empfinden. Ich glaube zu wissen, mich fast in jede Situation reinversetzen zu können. Allerdings mache ich dann auch Dinge zu meinen Problemen, welche mich gar nicht betreffen. 

Meine Sinne und Wahrnehmungen sind durchgängig verstärkt. Mir fällt es extrem schwer mit der Vergangenheit abzuschließen und in der Gegenwart zu leben. Allerdings befinde ich mich im ständigen Lernprozess, beschäftige mich mit diesen Themen und kann so positiv in die Zukunft schauen. 

Du kannst das auch Schwester ! Versuche positiv zu denken, entferne dich von Menschen und Dingen die dich runterziehen. Tue das , was DIR Spaß macht, was dein Herz mit Glück erfüllt. Das wichtigste ist, dass DU deine Mitte findest. Schwere Zeiten durchleben wir alle. Das Leben ist wie eine Achterbahn. 

Denk immer dran, nach einen Tief, kommt mit absoluter Sicherheit wieder ein Hoch. 

Es wird wieder bergauf gehen.

 

XOXO J,

Für diejenigen, die das Thema wirklich interessiert, hier ein paar Buchtipps.

 

 



Gesunder Egoismus- denke an "Dich"

Meiner Meinung nach ist in der Gesellschaft „egoistisch“ sein eher negativ behaftet. Auch für mich war dies lange Zeit so.

Ich erinnere mich noch daran, dass eine sehr gute Freundin, mit der ich in meiner Zeit als Teenager sehr engen Kontakt hatte, zu mir sagte: Yasi, du musst lernen egoistischer zu werden.

Sie sagte es mir immer wieder, auf sämtliche Situationen bezogen, aber damals war das alles für mich unverständlich. Ich konnte nicht begreifen, wie man es anstreben kann egoistisch denken zu wollen.

Für mich kamen immer meine Liebsten an erster Stelle, ich habe immer zuerst daran gedacht, wie es mein Freund finden könnte was ich tue, was meine Freunde davon halten, wenn ich diese oder jene Entscheidung treffe… habe mir den Kopf darüber zerbrochen, was „andere“ von mir denken.

Hätte ich damals verstanden was meine Freundin versuchte mir zu sagen, wäre einiges anders gelaufen. Aber ich bereue auch keinen Moment aus meiner Vergangenheit, denn diese Zeit hat mich stark gemacht, hat mich zu dem Menschen geformt, der ich jetzt bin.

Natürlich habe auch ich Menschen wehgetan, und das ist für mich eines der schlimmsten Formen von Schmerz. Zusehen zu müssen oder zu wissen, dass es einem anderen Menschen wegen MIR schlecht geht. Aber so ist das Leben nun mal, wir sind alle nur Menschen, wir alle machen Fehler. Du solltest lernen, dir deine Fehler zu verzeihen, und achtsamer mit dir und deinen Mitmenschen sein.

Auch ich musste diesen Prozess durchlaufen Schwester, auch ich habe Dinge getan auf die ich, weiß Gott, nicht stolz bin. Aber auch ich bin am Ende des Tages nur ein Mensch, mit Ecken und Kanten, im ewigen Lernprozess über meiner Selbst und mein Leben.

Langsam lerne ich auf meine persönlichen Bedürfnisse, Wünsche und auf meine Träume zu hören. Ich tue das, was mich persönlich mit Glück erfüllt, auch wenn die Menschen im meinem Umfeld etwas anderes von mir gewohnt waren.

Was auf den ersten Blick klingt wie ein Widerspruch in sich, verbirgt so viel Wahrheit:

„Wenn du an dich denkst, dann ist auch an andere gedacht.“

Egoismus ist nicht negativ, nein er ist sogar gesund. Traue dich Schwester, traue dich auch einmal auf deine eigenen Bedürfnisse einzugehen. An dich zu denken! 

Wer ständig seine eigenen Bedürfnisse unterdrückt, um andere glücklich zu machen, lebt in einem ständigen Zustand des Mangels. Leben wir so, haben wir ständig das Gefühl, ein „Teil“ würde fehlen.

Ein gesunder Mittelweg ist dabei die Zauberformel! Du darfst nicht nur an dich denken, ignorieren solltest du deine eigenen Wünsche aber niemals. Denn wenn du das tust, wirst du nie genug Kraft besitzen, auch langfristig für andere da zu sein.

Liebe dich selbst, vertraue dir und erst dann kannst du deine Liebe weitergeben. „DU“ bist der Mittelpunkt deines Lebens!

 

XOXO J.